Schamlippenverkleinerung

Für die Linderung oder Beseitigung von Beschwerden

Für eine Labienreduktionsplastik gibt es verschiedene Gründe, wobei ästhetische und funktionale Motive meist gemeinsam zum Wunsch einer Behandlung führen. Es ist der häufigste Eingriff in der weiblichen Genitalchirurgie. Durch eine Operation können ästhetische Wünsche der Patientin umgesetzt und physische Beschwerden – zum Beispiel bei Sport, dem Tragen von engen Hosen oder Geschlechtsverkehr – gemildert oder beseitigt werden.

Fakten

Fachbegriff

Schamlippenreduktion, Labienreduktionsplastik

Ziele

  • Schmerz- oder Reibungsminderung
  • Symmetrie
  • ästhetische Optimierung

Dauer

1 bis 2 Stunden

Narkose

lokale Betäubung oder Vollnarkose

Klinikaufenthalt

ambulant

Nachbehandlung

2 bis 3 Wundkontrollen

Nach der Operation

  • Duschen ab erstem Tag nach OP
  • Sport, Sauna ab 4 Wochen nach Eingriff
  • kein Geschlechtsverkehr für 4 Wochen

Schmerzen

mittel (interindividuelle Schwankungen)

Narben

sehr unauffällige Narben

Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit

nach 3 bis 4 Tagen

Haltbarkeit

dauerhaft (durch Alterungsprozesse evtl. limitiert)

Endgültiges OP-Ergbenis sichtbar

nach 4 bis 8 Wochen

Methode

Eine Schamlippenverkleinerung wird je nach Operateur in Lokalanästhesie mit Dämmerschlaf oder unter Vollnarkose durchgeführt. Vor der Operation wird das gewünschte Ergebnis genau definiert und die Verkleinerung genau abgemessen. Der Arzt entfernt dabei überschüssiges Gewebe an den kleinen und ggf. auch an grossen Schamlippen mit einem gewebeschonenden elektrischen Skalpell. Nach Entfernung des Gewebes werden die Schnittränder sorgfältig zusammengenäht.

Hinweise

Risiken

In sehr seltenen Fällen treten nach einer Schamlippenverkleinerung allgemeine OP-Komplikationen ein. Eine auffällige Narbenbildung ist möglich. Außerdem können leichte und meist vorübergehende Sensibilitätsstörungen im Narbenbereich auftreten. Ebenfalls kann es zu einem leicht asymmetrischen Ergebnis kommen, was jedoch sehr unwahrscheinlich ist. Wählen Sie einen erfahrenen Chirurgen, um dieses Risiko zu minimieren.

Risiken im Überblick

  • Ergebnis widerspricht den persönlichen Vorstellungen

Nebenwirkungen

Schwellungen und Blutergüsse werden häufig beobachtet. Die stärksten Schwellungen bilden sich innerhalb von fünf bis sieben Tagen zurück, wobei geringe Restschwellungen manchmal mehrere Wochen bestehen bleiben. Selbstauflösende Fäden müssen nicht entfernt werden, können jedoch in der Heilungsphase Juckreiz verursachen.

Nach einer Labienreduktion berichten Patientinnen für einige Tage über leichte bis mittelmässige Schmerzen, die aber unter Einnahme gängiger Schmerzmittel gut behandelbar sind. Die vom Arzt verwendeten Fäden sind selbstauflösend, müssen also nicht entfernt werden.

Nebenwirkungen im Überblick

  • Schwellungen
  • Blutergüsse

Diese Informationen beinhalten medizinisches Grundlagenwissen. Sie dienen der Vorbereitung auf das Arztgespräch, ersetzen jedoch in keiner Weise das individuelle Aufklärungsgespräch durch den behandelnden Mediziner. Lassen Sie sich Methode, sowie Risiken und Nebenwirkungen genau und fallspezifisch erklären.