Nasenkorrektur

Für harmonischere Gesichtsproportionen

Die Nase ist das charakteristischste Merkmal unseres Gesichts und hat einen wesentlichen Einfluss auf das Profil. Einige Menschen leiden allerdings unter einer zu stark ausgeprägten Nase oder Deformierungen, die zum Teil auch die Funktionalität der Nase beeinträchtigen können. Eine Rhinoplastik kann die Nase in Form und Größe korrigieren und sorgt so für harmonischere Gesichtsproportionen.

Fakten

Fachbegriff

Rhinoplastik

Ziel

  • ästhetische Optimierung der Nase
  • Gewährleistung der einwandfreien Funktion

Dauer

1 bis 2 Stunden

Narkose

Vollnarkose, Dämmerschlaf, in Ausnahmefällen örtliche Betäubung

Klinikaufenthalt

ambulant, evtl. eine Nacht

Nachbehandlung

  • Verband oder Schiene (8 bis 14 Tage)
  • Schaumstoff-Tamponade (1 bis 3 Tage)
  • regelmässige Nachkontrollen

Nach der Operation

  • Duschen (1 Tag nach OP)
  • Haarewaschen (3 Tage nach OP)
  • Fadenentfernung (nach 4 bis 6 Tagen)
  • Sport (ab Wochen danach)
  • Sonneneinstrahlung, Solarium oder Sauna (nach ca. 3 Monaten)

Schmerzen

mittel

Narben

nicht sichtbar

Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit

nach 2 bis 3 Wochen

Haltbarkeit

dauerhaft

Endgültiges OP-Ergbenis sichtbar

nach 12 Monaten

Methoden

Bei kleineren Operationen, wenn beispielsweise nur die Nasenflügel betroffen sind, reichen örtliche Betäubung oder Dämmerschlaf. Wird jedoch der Nasenknochen mitkorrigiert, ist eine Vollnarkose unumgänglich. Sie sind in diesem Fall mit einer Klinikübernachtung verbunden. Die Dauer einer solchen OP beträgt ca. 1½ Stunden. Nasenknorpel und Nasenknochen werden mit speziellen Meisseln oder Feilen bearbeitet. Auch Unebenheiten werden in dieser Phase begradigt und geformt. Hierbei werden zwei verschiedene Methoden angewandt.

Hier werden die Knorpel- und/ oder Knochenstrukturen durch die Nasenlöcher bearbeitet. Höcker oder Unebenheiten werden entfernt, wenn nötig wird der Nasenrücken mit körpereigenem Knorpel geglättet. Bei dieser Methode entstehen keine Narben, da die Schnitte im Innern der Nase gelegt werden. Für ein optimales Ergebnis, sowohl optisch als auch funktionell, wird die Nasenscheidewand oft noch mitkorrigiert. Fäden im Naseninneren lösen sich von selbst auf, müssen also nicht gezogen werden.

Bei anspruchsvollen Korrekturen oder bei Nachkorrekturen wird in der Regel die offene Technik gewählt, da für den Operateur ein freier Blick auf das Operationsfeld von Vorteil ist. Bei dieser Methode wird ein Schnitt an Nasensteg und Nasenflügel gelegt. Dadurch wird ermöglicht das Nasengewebe in Richtung Stirn geklappt werden kann, sodass das Nasengerüst freiliegt. Das Komplikationsrisiko ist hier grösser. Auf dem Nasensteg bleibt eine kleine Narbe, die allerdings mit der Zeit kaum mehr sichtbar ist.

Hinweise

Risiken

Bei der Rhinoplastik handelt es sich um eine komplexe Schönheitsoperation. Trotz seriöser Planung und Durchführung der Operation sind Komplikationen nicht auszuschliessen. Bei etwa 10% der Patienten ist eine Nachkorrektur notwendig. Gründe für Revisionsoperationen sind Asymmetrien und Verformungen, ein offener Nasenrücken oder das Absenken der Nasenspitze. Wird die Nasenscheidewand mitkorrigiert, kann sich diese nachträglich wieder verbiegen oder verrutschen. Eine eingeschränkte Atemfunktion könnte die Folge sein. Sehr selten treten Verletzungen des Tränenkanals oder der Gefühls- und Riechnerven auf. Beim Zugang über den Nasensteg sind Wundheilungsstörungen, sowie Infektionen denkbar. Im Zusammenhang mit der Operation herrschen die üblichen Risiken einer Infektion: Blutgerinnsel (Thrombose), bis zum Verschluss eines Blutgefäßes (Embolie). Allgemeine OP-Risiken sowie ein unbefriedigendes ästhetisches Ergebnis können nicht ausgeschlossen werden.

Nebenwirkungen

Nach der Operation können zum Teil erhebliche Schwellungen und Blutergüsse im Bereich von Nase, Wangen und Augenlidern auftreten. Auch Nachblutungen (eher selten) und Behinderungen der Nasenatmung sind nicht ausgeschlossen. Diese Folgeerscheinungen sollten allerdings innerhalb von 2 bis 4 Wochen verschwunden sein. Schwere Komplikationen mit bleibenden Schäden kommen in der Regel sehr selten vor.

Nebenwirkungen im Überblick

  • Behinderung der Nasenatmung (bis zu 2 Wochen)
  • Schwellungen und Blutergüsse an Nase, Wangen und Augenlidern (bis zu 3 Wochen)
  • selten Nachblutungen aus der Nase
  • pelzige Nasenspitze über Monate, etwas steife Oberlippe

Bitte führen Sie ein ausführliches Beratungsgespräch mit Ihrem Spezialisten, um mögliche Risiken und Nebenwirkungen fallspezifisch zu klären. Diese hier gebotenen Informationen sollen zur Vorbereitung auf dieses Gespräch dienen.