Implantatwechsel

Optimale Sicherheit für Ihr Wohlbefinden

Grundsätzlich müssen Sie damit rechnen, dass Implantate nach 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden müssen. Dies hat unterschiedliche Gründe: Materialermüdung, alters- oder hormonbedingte Formveränderung der Brüste oder Kapselfibrose, eine z.T. schmerzhafte Gewebeverhärtung. In jedem Fall muss die Kapsel operativ entfernt und das Implantat ausgetauscht werden, damit sich das Gewebe regenerieren und die Patientin sich wieder wohlfühlen kann.

Fakten

Fachbegriff

Implantatwechsel

Ziel

Beseitigung der Kapselfibrose, Verschönerung der Brust

Dauer

1 bis 2 Stunden

Narkose

Vollnarkose, in Ausnahmefällen örtliche Betäubung

Klinikaufenthalt

ambulant oder stationär

Nachbehandlung

  • Verband 1 bis 2 Tage
  • Spezial-BH (2 bis 3 Wochen durchgängig)
  • 2 bis 3 Nachkontrollen

Nach der Operation

  • Duschen nach 1 bis 2 Tagen
  • Fadenentfernung nach 8 bis 10 Tagen
  • leichte Bewegung nach 4 Wochen, Sport erst nach 3 Monaten (mit Spezial-BH)
  • Sonneneinstrahlung und Saunabesuche nach 6 Monaten

Schmerzen

mittel bis stark

Narben

geringfügig sichtbare Narben (abhängig von OP-Methode)

Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit

nach 4 bis 7 Tagen

Haltbarkeit

10 bis 15 Jahre

Endgültiges OP-Ergbenis sichtbar

nach 4 bis 6 Monaten

Methode

Um eine Kapslefibrose optimal zu korrigieren, sollte das Implantat ausgetauscht und das Kapselgewebe entfernt werden. So werden das Empfinden und die Form der Brüste verbessert. Die Operation wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Die Methode der Implantatentnahme richtet sich für gewöhnlich nach der Methode, die für die Brustvergrößerung gewählt wurde. Kapsel und Implantat werden meist über den selben Zugang der Erst-OP entnommen. Die genaue Platzierung des neuen Implantats wird individuell abgesprochen. Weitere Informationen über die Operation und die spezifischen Methoden finden Sie unter: Brustvergrösserung

Hinweise

Risiken

Auch beim Implantatwechsel kann es erneut zu unangenehmen Gewebeverhärtungen (Kapselfibrose) kommen. Wenn die Patientin nach der Operation die Ruhephase nicht genau einhält, die Implantattasche zu gross ist, oder der Körper auch nur eine feine Kapsel bildet, kann das Implantat verrutschen. Sensibilitätsstörungen im Bereich der Brustwarze und der Narben sind selten, aber möglich. Nicht ausgeschlossen sind auch die allgemeinen OP-Risiken, sowie ein unbefriedigendes ästhetisches Ergebnis, bis hin zu Narben und Asymmetrien.

Risiken im Überblick

  • Gewebeverhärtungen (Kapselfibrose)
  • Sensibilitätsstörungen
  • Asymmetrie
  • Verrutschen der Implantate
  • Eingeschränkte Stillfähigkeit (bei Zugang durch Brustwarze)

Nebenwirkungen

In den ersten Tagen nach der Operation müssen Sie durch die Spannung in der Brust mit Schmerzen rechnen (vor allem bei einem submuskulären Eingriff). Dieses Spannungsgefühl, ähnlich einem starken Muskelkater, hält in der Regel die ersten Wochen nach der Operation an. Schwellungen und Blutergüsse sind zunächst normal, klingen aber mit der Zeit ab und verschwinden nach ungefähr zwei Monaten. Die Wundschmerzen lassen innerhalb weniger Tage nach. Wie bei jeder Operation gelten die allgemeinen Operationsrisiken.

Nebenwirkungen im Überblick

  • Fremdkörpergefühl
  • Wundschmerz
  • Schwellungen
  • Blutergüsse

Diese Operationsinformationen beinhalten medizinisches Grundlagenwissen. Sie dienen der Vorbereitung auf das Arztgespräch, ersetzen jedoch in keiner Weise das individuelle Aufklärungsgespräch durch den Chirurgen. Lassen Sie sich Operationsmethode, sowie Risiken und Nebenwirkungen genau und fallspezifisch erklären.