Faltenunterspritzung

Der sanfte Weg zu glatterer Haut

Ein Verfahren, um gezielt störende Falten zu glätten. Ob es sich um einzelne, tiefe Falten handelt oder viele kleine Knitterfältchen: Mit Hyaluronsäure, Eigenfett und anderen natürlichen Fillern können Falten sanft aufgepolstert und damit korrigiert werden. Dies führt zu einem jugendlicheren Aussehen bei, ganz ohne Lifting.

Fakten

Fachbegriff

Faltenbehandlung

Ziel

Alters- und Mimikfalten sowie Narben mindern

Dauer

10 bis 15 Minuten

Narkose

keine

Klinikaufenthalt

nicht nötig

Nachbehandlung

keine Nachbehandlung notwendig

Nach der Operation

keine Nachbehandlung notwendig

Schmerzen

leichter Einstichschmerz

Narben

keine

Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit

sofort

Haltbarkeit

4 bis 6 Monate

Endgültiges OP-Ergbenis sichtbar

sofort

Methoden

Bei der Faltenunterspritzung werden Füllstoffe, sogenannte Filler, direkt unter die Falten gespritzt. Durch das neue Volumen werden diese aufgefüllt und deutlich gemildert, das Gewebe erhält seine stützende und glättende Wirkung zurück. Hierfür gibt es unterschiedliche Materialien. Hier die häufigsten Methoden:

  • Behandlung der Zornesfalte und weiterer mimisch bedingter Falten mit Botulinumtoxin
  • Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure
  • Faltenunterspritzung mit Eigenfett (Lipofilling)

Achtung: Nicht abbaubare (resorbierbare) Substanzen sollten nicht verwendet werden.

Hyaluronsäure ist eine feuchtigkeitsbindende Zuckerverbindung, die im menschlichen Körper die Kollagenbildung anregt und der Haut Elastizität verleiht. Die Säure ist daher auch ein beliebter Inhaltsstoff von Hautcremes. Der derzeit am häufigsten verwendete Füllstoff ist die sogenannte „quervernetzte Hyaluronsäure“. Sie wird inzwischen sogar öfter verwendet als Kollagen (Strukturprotein des Bindegewebes), da sie besonders gut hautverträglich ist und vor der Anwendung kein Allergietest notwendig ist. Die Resultate sind qualitativ mit dem Einsatz von Kollagen vergleichbar.

Behandlungsverlauf

Es gibt verschiedene Arten von Hyaluronsäure. Je nach dem Grad der „Vernetzung“ eignen sie sich entweder für tiefe oder oberflächliche Injektionen. Die „quervernetzte“ Variante wird verwendet, um gezielt tiefe Falten aufzupolstern. „Unvernetzte Hyaluronsäure“ dagegen verteilt sich gleichmässig unter der Haut und wird verwendet, um größere Hautflächen, die mit vielen kleinen Fältchen (Knitterfältchen) durchzogen sind, aufzupolstern. Anwendungszonen für diese Methoden sind das Dekolleté, die Wangen, der Hals und teilweise der Lippenbereich. Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist die richtige Dosierung und die zielgenaue Platzierung der Injektion unter und entlang der Faltenzonen. Vor der Einspritzung wird der entsprechende Bereich mit Kompressen gekühlt. Diese Methode der Faltenbehandlung selbst verursacht, außer eventuell dem Einstich der Nadel, keine Schmerzen. Die Verjüngungsbehandlung wird bei Zornesfalten auf der Stirn und weiteren mimisch bedingten Falten oft in Kombination mit Botulinumtoxin durchgeführt. Bei der Unterspritzung mit Hyaluronsäure sollte man mindestens einen Tag auf Sport, Sonne und Sauna verzichten.

Bei dieser Herangehensweise wird körpereigenes Fett verwendet, das ähnlich wie bei einer Absaugung in Lokalanästhesie gewonnen wird. (Siehe hierzu auch „Fettabsaugung“).

Behandlungsverlauf

Das Fett wird bei einer Liposuktion aus Zonen mit überschüssigem Fett abgesaugt, aufbereitet und dann in die entsprechende Gesichtspartie eingespritzt. Die Unterspritzung muss im Abstand von einigen Wochen ein bis zweimal wiederholt werden, um das gewünschte Resultat zu erzielen. Nach der Faltenunterspritzung sollten extreme Gesichtsbewegungen vermieden werden, damit sich das Fett nicht verlagert. Schwellungen und blaue Flecken klingen nach vier bis fünf Tagen wieder ab. Auf Sonne und Sport sollte mindestens drei Wochen verzichtet werden. Nachteil dieser Methode: Im Vergleich zu anderen Unterspritzungen ist der Aufwand dieser Faltenbehandlung bedeutend größer und hinterlässt Spuren, die einige Tage anhalten können und das Endergebnis ist nur schwer abzuschätzen.

Eine Neuheit unter den resorbierbaren Füllmaterialien ist die synthetisch hergestellte Milchsäure. Da von Natur aus in jedem Körper Milchsäure enthalten ist, treten bei dieser Methode in der Regel keine allergischen Reaktionen auf. Polymilchsäure hat den weiteren Vorteil, dass sie sich im Körper gut verteilt und dementsprechend nicht nur für tiefe Falten, sondern auch auf für die Bildung von Konturen gut geeignet ist.

Behandlungsverlauf

Vor der Faltenunterspritzung kühlt der Arzt die Haut mit einer Kompresse. Dann wird die Polymilchsäure zusammen mit einem lokalen Betäubungsmittel entlang der Falte unter die Hautoberfläche gespritzt. Schon nach der ersten Anwendung wird die Haut sichtbar geglättet, allerdings wird das Ergebnis durch den Abbau des Wasseranteils in der Säure wieder gemindert. Damit das gewünschte Resultat erreicht werden kann, sind mindestens drei Sitzungen nötig.

Hinweise

Risiken
Hyaluronsäure

Reine Hyaluronsäure birgt kaum Risiken. Allerdings werden auch diverse Mischsubstanzen angeboten, die Kunststoffpartikel enthalten (durch den Körper nicht abbaubare „permanent filler“). Diese Produkte versprechen eine dauerhafte Wirkung, die Komplikationsrisiken sind jedoch ausgesprochen hoch, da diese auch nach Jahren zu Granulomen und Eiterungen führen können. Ist dies der Fall, müssen die unterspritzten Zonen in mehreren mühsamen und teilweise entstellenden Operationen herausgeschnitten werden. Nicht ausgeschlossen sind bei der Behandlung mit Hyaluron die allgemeinen Behandlungsrisiken, sowie ein Ergebnis, das sich mit Ihren persönlichen Erwartungen nicht deckt.

Lipofilling

Bei der Verwendung von körpereigenen Substanzen treten in der Regel keine Komplikationen auf. Wegen der geringen Absaugmengen ist die körperliche Belastung minimal. Allerdings kann es in seltenen Fällen zu Verklumpungen bzw. Fettknötchen (Ölzysten) und Asymmetrien kommen. Ansonsten gelten die gleichen Risiken wie bei der Fettabsaugung. Nicht ausgeschlossen sind die generellen Behandlungsrisiken, sowie ein unbefriedigendes ästhetisches Ergebnis.

Polymilchsäure

Wie bei der Unterspritzung mit Eigenfett kann es in seltenen Fällen zu Verklumpungen bzw. Fettknötchen (Ölzysten) und Asymmetrien kommen. Im Vergleich zu anderen Fillern besteht die etwas höhere Gefahr einer tastbaren Körnchenbildung. Darum bevorzugen heute die meisten Ärzte andere Methoden. Normale Nebenwirkungen sind kurzzeitige Rötungen und Schwellungen. Nicht ausgeschlossen sind die allgemeinen Behandlungsrisiken, sowie ein Ergebnis, das nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entspricht.

Risiken im Überblick

  • Verletzung von Gefässen und Nerven
  • Allgemeine Behandlungsrisiken
  • Unbefriedigendes Ergebnis

Nebenwirkungen
Nebenwirkungen im Überblick

  • Rötungen
  • Schwellungen
  • blaue Flecken oder akneähnliche Tupfen bis zu einer Woche

Diese Informationen beinhalten medizinisches Grundlagenwissen. Sie dienen der Vorbereitung auf das Arztgespräch, ersetzen jedoch in keiner Weise das individuelle Aufklärungsgespräch durch den behandelnden Mediziner. Lassen Sie sich Methode, sowie Risiken und Nebenwirkungen genau und fallspezifisch erklären.