Facelifting

Für eine verjüngte Ausstrahlung

Das Gesicht ist unsere Visitenkarte. Mit zunehmendem Alter verliert die Haut an Elastizität und die Muskulatur erschlafft. Müdes Aussehen, vertiefte Falten oder verschwommene Konturen sind oft die Folge. Beim Facelifting werden Haut und Gesichtskonturen gestrafft und bei Bedarf die darunterliegenden Gewebestrukturen angehoben. Dadurch sieht das Gesicht deutlich erholt aus und wirkt erheblich verjüngt.

Fakten

Fachbegriff

Full-/Teil-Facelifting

Ziel

Straffung der Hals- und Gesichtskonturen, Glätten von Falten

Dauer

3 bis 5 Stunden

Narkose

lokale Betäubung mit Dämmerschlaf oder Vollnarkose

Klinikaufenthalt

mindestens 1 Übernachtung

Nachbehandlung

  • Entfernung der Drainagen und des Kopfverbandes nach 1 bis 3 Tagen
  • Faden-, Klammer- und Pflasterentfernung nach 7 bis 14 Tagen
  • begleitende Lymphdrainage
  • 2 bis 4 Wundheilungskontrollen

Nach der Operation

  • Haare waschen, Duschen und Baden nach 1 bis 2 Tagen
  • Make-up nach ca. 1 bis 2 Wochen
  • Haarefärben und Dauerwellen nach ca. 6 Wochen
  • Sport und schwere körperliche Arbeit nach ca. 6 Wochen
  • Sonnenbäder, Solarium-Besuche, Sauna und Dampfbad nach ca. 6 Monaten

Schmerzen

gering bis mittel

Narben

kaum sichtbare Narben

Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit

nach 2 bis 3 Wochen

Haltbarkeit

7 bis 15 Jahre

Endgültiges OP-Ergbenis sichtbar

nach 3 bis 4 Monaten

Methoden

Ein Facelifting kann man am besten zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr durchführen, da in diesem Altersabschnitt die Gesichtshaut noch relativ elastisch ist Beim Facelifting unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Methoden: Der Hautstraffung und dem mehrschichtigen Facelifting.

Beim mehrschichtigen Facelifting bzw. SMAS (Superficial Musculo-Apneurotic System) wird nicht nur allein die Haut bearbeitet, sondern auch die darunterliegenden erschlafften Gewebestrukturen. Diese werden angehoben und in ihre „ursprüngliche“ Position zurückgebracht, wodurch eine Festigung des Bindegewebs-Halteapparates erzielt wird. Gewebe- und Hautüberschüsse werden entfernt und die Wundränder anschließend vernäht.

Bei dieser Methode wird ausschließlich die Haut glattgezogen. Der Eingriff ist dadurch zwar leichter, jedoch ist das Ergebnis nicht von langer Dauer. Bei einer erneuten Hautstraffung kann es zu Komplikationen kommen, die durch das mehrfache Überdehnen entstehen.

Beim Face-Neck-Lifting erfolgt der Schnitt im behaarten Schläfenbereich und führt vorne am Ohr entlang, um das Ohrläppchen herum und läuft entweder im behaarten Nackenteil oder an der Nacken-Haar-Grenze weiter. Danach werden die Haut und das Unterhautbindegewebe vom gesamten Wangen- und Halsbereich abgelöst und gestrafft. Gelegentlich muss bei dieser Methode ein zusätzlicher Schnitt unterhalb des Kinns angelegt werden, um überschüssiges Fett zu entfernen oder Korrekturen an der Halsmuskulatur vorzunehmen.

Beim Midface-Lifting werden abgesunkene Strukturen der Mittelgesichtspartie (Wangen, Mundwinkel, Unterlid) angehoben und dadurch verjüngt. Der Schnitt wird im Schläfenbereich und manchmal auch am Unterlid mit Verlängerung zur Seite in eine natürlich vorhandene Lachfalte gelegt. Zusätzlich erfolgt oft ein Schnitt vom Mund aus. Dabei wird das Gewebe im Wangenbereich in einer sehr tiefen Schicht abgelöst und in die ursprüngliche Position zurückverlagert und vernäht. Sollte zu viel Haut zurückbleiben, so entfernt der Operateur diese.

Bei einer geringen Gewebeerschlaffung kann bereits mit einem Minilifting im Wangenbereich eine Verbesserung erzielt werden. Die Wirkung dieser Methode ist jedoch nur vorübergehend, da die Haut vom darunterliegenden erschlafften Gewebe wieder gedehnt wird und schnell wieder nachgeben kann. Der Schnitt verläuft komplett im Bereich der behaarten Schläfe und wird nur wenige Zentimeter von der Unterlage gelöst, das Unterhautgewebe wird nicht mit gestrafft. Von der Schläfe aus wird mit Hilfe einer kleinen endoskopischen Kamera das Gewebe unterhalb der Augen und in der Jochbeinregion gelöst und nach oben gestrafft. Zur Optimierung des Verjüngungseffektes werden Liftings oft in Kombination mit weiteren Behandlungsmethoden (Faltenunterspritzung, Hauptpeelings, Dermabrasion, etc.) durchgeführt.

Ein Midi-Lifting wird vorgenommen, wenn der Wangenbereich erschlafft ist und nur geringe Altersveränderungen am Hals vorliegen. Im Gegensatz zum Mini-Lifting wird hier die Haut im Wangenbereich gestrafft, wobei die tieferen Schichten etwas weiter gelöst werden. Faden-Lifting / Aptos-Lifting / Goldfaden-Lifting Eine relativ neue Methode des Faceliftings ist das Faden-Lifting. Bei dieser Methode werden Fäden unter die Haut gebracht, mit deren Hilfe die Haut an einzelnen Partien gestrafft werden kann. Hierfür werden Fäden aus unterschiedlichen Materialien verwendet. Beim sogenannten Aptos-Lifting lösen sich die Fäden nicht auf und enthalten kleine Widerhaken. Goretex-Fäden sind aus Polypropylen hergestellt und lösen sich nach kurzer Zeit wieder auf. Schließlich stehen noch Goldfäden zur Verfügung, die mit einem Polyglykoliksäurefaden stabilisiert werden. Beim Faden-Lifting werden die Fäden unter örtlicher Betäubung mit Hilfe einer Kanüle meist in Netzstruktur in die tieferen Hautschichten eingebracht. Sind die Fäden besonders fein – wie beim Goldfaden – wird ein Begleitfaden verwendet, der die Goldfäden beim Einziehen unter die Haut verstärkt. Um die Fäden herum bildet sich neues Bindegewebe, wodurch es zu einer zusätzlichen Straffung der Haut kommen soll. Faden-Liftings sind noch eine sehr neue Methode, die noch nicht sehr häufig angewandt wird. Daher fehlen umfassende Erfahrungen und Erkenntnisse aus Langzeitstudien. Der Erfolg bzw. die Haltbarkeit sind fraglich, zumal mit Risiken wie Nervenschädigungen, Gewebeverdickungen, Entzündungen oder Infektionen gerechnet werden muss. Eine Entfernung der Fäden zieht meist noch zusätzliche Schädigungen des Gewebes nach sich.

Generell werden auf dem Markt der Ästhetischen und Plastischen Chirurgie viele Varianten des Faceliftings angeboten. Verlassen Sie sich nur auf Aussagen von ausgewiesenen Fachärzten.

Hinweise

Risiken

Bei normaler Wundheilung werden verbleibende Narben kaum auffallen. Allerdings verläuft nicht jede Wundheilung optimal und Narben können sichtbar bleiben. Im Narbenverlauf ist ein Haarausfall möglich. Sofern die Haarwurzel nicht verletzt wurde, gibt sich dies wieder. Bei unerfahrenen Chirurgen besteht das Risiko, dass Nerven geschädigt werden, was zu dauerhaften Lähmungserscheinungen führen kann. Das größte ästhetische Behandlungsrisiko ist ein unnatürliches, maskenhaftes Gesicht und asymmetrische Proportionen. Generell besteht natürlich immer die Möglichkeit, dass das Ergebnis nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entspricht. Bei dieser Behandlung können allgemeine OP-Risiken nicht ausgeschlossen werden.

Risiken im Überblick

  • Asymmetrien und maskenhafter Gesichtsausdruck
  • Verletzung von Nervenbahnen mit lokalen Lähmungserscheinungen
  • Verletzung von Haarwurzeln, Haarausfall an den Stellen der kleinen Hautschnitte
  • Verlagerung des Haaransatzes
  • Absterben von Haut (Nekrose)
  • Narbenbildung

Nebenwirkungen

Auch bei einer gut verlaufenen Operation kann es zu temporären Taubheits- und Spannungsgefühlen und Sensibilitätsstörungen kommen. Wie bei jeder Operation gelten die allgemeinen Operationsrisiken. Schwergewichtige Komplikationen mit bleibenden Schäden sind extrem selten.

Nebenwirkungen im Überblick

  • Schwellungen
  • Blutergüsse
  • Temporäres Taubheits- und Spannungsgefühl
  • Sensibilitätsstörungen

Diese Informationen beinhalten medizinisches Grundlagenwissen. Sie dienen der Vorbereitung auf das Arztgespräch, ersetzen jedoch in keiner Weise das individuelle Aufklärungsgespräch durch den behandelnden Mediziner. Lassen Sie sich Methode, sowie Risiken und Nebenwirkungen genau und fallspezifisch erklären.