Brustverkleinerung

Für ein neues Wohlgefühl

Sie denken über eine Brustverkleinerung nach und möchten sich genauer über diese Schönheitsoperation informieren? Gerne stehen wir Ihnen mit unserem Wissen zur Seite. Zu viel Brustvolumen kann nicht nur die Bewegungsfreiheit einschränken, sondern auch Haltungsschäden und andere gesundheitliche Probleme verursachen. Bei einer Brustverkleinerung wird das Brustvolumen reduziert. Gleichzeitig kann die Brust gestrafft und neu geformt werden und so zu einem unbeschwerteren Lebensgefühl beitragen.

Fakten

Fachbegriff

Mammareduktion (Brustverkleinerung)/ Mastopexie (Straffung)

Ziel

Reduktion, Straffung und Anhebung der Brust

Dauer

2 bis 4 Stunden

Narkose

Vollnarkose

Klinikaufenthalt

1 bis 3 Tage, selten ambulant

Nachbehandlung

  • Spezial-BH für 4 bis 6 Wochen (Tag und Nacht)
  • 2 bis 3 Nachkontrollen

Nach der Operation

  • Entfernung der Drainagen, Verbandabnahme und Duschen nach 1 bis 2 Tagen
  • Fadenentfernung nach 2 bis 3 Wochen
  • leichte Bewegung nach ca. 4 Wochen, Sport und Haushaltsarbeiten nach 6 bis 8 Wochen
  • Voll- und Dampfbäder, sowie Sauna nach 6 Wochen
  • Sonneneinstrahlung nach 4 Monaten

Schmerzen

mittel bis stark

Narben

sichtbare Narben

Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit

2 bis 3 Wochen

Haltbarkeit

10 bis 15 Jahre

Endgültiges OP-Ergbenis sichtbar

nach 4 bis 6 Monaten

Methoden

Bei der Brustverkleinerung werden überschüssiges Haut-, Fett- und Drüsengewebe im unteren Brustbereich entfernt. Mit den verbleibenden oberen Anteilen wird eine neue Brust geformt, indem sie von innen neu modelliert und die Haut darüber gestrafft wird. Fehlendes Volumen kann mit einem Implantat aufgepolstert werden. Der Brustwarzenhof wird verkleinert und die Brustwarze angehoben. Die Brustwarze bleibt an dem darunterliegenden Brustdrüsengewebe haften, wodurch in der Regel die Sensibilität an der Brustwarze und die Möglichkeit zum Stillen erhalten bleiben. Das Ergebnis ist eine kleinere, leichtere und festere Brust.

Die Operationstechnik ist unterschiedlich. Die Schnittführung hängt von der Größe und Form der Brust, der Größe der Brustwarzen und dem Ausmaß der erschlafften Haut ab. Bei einer Brustverkleinerung und Bruststraffung werden die selben Techniken angewandt. Lassen Sie sich immer auch von Ihrem Operateur die Methoden und Techniken, sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile genau erklären.

Der Schnitt erfolgt kreisrund um die Brustwarze.

Vorteile
  • kaum sichtbare Narben
  • die Brustwarze wird meist nicht versetzt
  • Stillfähigkeit und Sensibilität bleiben erhalten
Nachteile
  • nur für geringe Straffung geeignet
  • ästhetische Ergebnisse nicht immer optimal (Brüste können unnatürlich platt und die Brustwarze abgeflacht wirken)

Hier wird rund um den Warzenhof und dann senkrecht nach unten geschnitten.

Vorteile
  • geringe Narbenbildung
  • Stillfähigkeit und Sensibilität bleiben erhalten
Nachteile
  • technisch anspruchsvoll
  • in ca. 10-20 % verheilt die senkrechte Narbe nicht zufriedenstellend, dann ist eine Nachkorrektur erforderlich
  • lange Heilungsdauer (bis 9 Monate)

Der Schnitt erfolgt kreisrund um den Brustwarzenhof, vertikal nach unten und verläuft in der Brustumschlagfalte.

Vorteile
  • sehr bewährte Technik
  • auch für umfangreiche Verkleinerungen geeignet
Nachteile
  • sichtbare und grössere Narben
  • in ca. 10 bis 20 % verheilt die Narbe nicht optimal, eine nachträgliche Korrektur kann durchgeführt werden
  • falls die Brustwarzen vom Drüsengewebe entfernt werden müssen, sind meist Stillfähigkeit und Sensibilität beeinträchtigt
  • lange Heilungsdauer (bis 9 Monate)

Hinweise

Risiken

Generell gilt bei der Brustverkleinerung: Je weniger Gewebe entfernt werden muss, desto geringer sind die Risiken. Die größten sind asymmetrische Brüste, schielende oder unterschiedlich hoch platzierte Brustwarzen, Wundheilungsstörungen und Sensibilitätsstörungen in der Brustwarze. Beim Versetzen der Brustwarze kann es zur Beeinträchtigung der Stillfähigkeit kommen. Sehr selten kommt es zu Verfärbungen der Brustwarze oder im schlimmsten Fall, in Folge einer Durchblutungsstörung, zum Absterben der Brustwarze (Nekrose). Nicht ausgeschlossen sind die allgemeinen OP-Risiken, sowie ein Ergebnis, das nicht Ihren persönlichen Vorstellungen entspricht.

Risiken im Überblick

  • Wundheilungsstörungen
  • Sensibilitätsverlust, Empfindungsstörungen oder Taubheitsgefühl der Brustwarzen
  • Asymmetrische Brüste, schielende Brustwarzen
  • Beeinträchtigung der Stillfähigkeit nach Versetzen der Brustwarze
  • Durchblutungsstörungen (Nekrose) der Brustwarze
  • Narben

Nebenwirkungen

Nach der Operation müssen Sie mit Wundschmerzen rechnen, die jedoch innerhalb weniger Tage nachlassen. In den ersten Wochen nach der Operation werden Sie ein Spannungsgefühl, ähnlich einem starken Muskelkater, verspüren. Wie bei jeder Operation gelten die allgemeinen Operationsrisiken.

Haltbarkeit

Die Brust unterliegt auch nach einer Verkleinerung oder Straffung dem normalen Alterungsprozess und wird sich wieder senken, jedoch nicht mehr in gleich ausgeprägter Form wie vor der Bruststraffung. Ebenso ist das Ergebnis bei sehr grossen Brüsten oder der Schwangerschaft nach einer Bruststraffung weniger lange haltbar. Eine Folgeoperation kann dann evtl. notwendig werden. Kleinere Brüste sind langjährig formstabiler. Ein erneutes starkes Brustwachstum ist in extrem seltenen Fällen im höheren Alter beschrieben worden.

Hohlwarzen (Schlupfwarzen)

Als Hohlwarzen bezeichnet man Brustwarzen, die nach innen gestülpt sind, verursacht wird dies meist durch ein zu kurzes Milchgangsystem. In manchen Fällen ist das Stillen dann nicht mehr möglich. Neben dauerhaften operativen Verfahren gibt es auch konservative Behandlungen, die angewandt werden können. Hier unterscheidet man zwei unterschiedliche OP-Varianten: Bei der „schonenden“ Methode werden die für die Hohlwarzen verantwortlichen, verkürzten Bindegewebsfasern gelöst, damit die Brustwarze dann nach außen treten kann. Die Stillfähigkeit sollte dadurch in der Regel nicht beeinträchtigt werden, die Operation ist aber weniger erfolgsversprechend. Weniger stark ausgeprägte Hohlwarzen können sich während einer Schwangerschaft oder beim Stillen danach wieder zurückbilden. Bei der „radikaleren“ Methode werden entweder die Milchgänge durchtrennt oder die Brustwarzen gespalten, wodurch die verkürzten Fasern direkt durchtrennt werden. Hier ist oft eine Unterfütterung der Brust mit Hautgewebe und eine anschliessende Fixierung der rekonstruierten Brustwarze nötig.

Nebenwirkungen im Überblick

  • Wundschmerz
  • Schwellungen
  • Blutergüsse

Diese Operationsinformationen beinhalten medizinisches Grundlagenwissen. Sie dienen der Vorbereitung auf das Arztgespräch, ersetzen jedoch in keiner Weise das individuelle Aufklärungsgespräch durch den Chirurgen. Lassen Sie sich Operationsmethode, sowie Risiken und Nebenwirkungen genau und fallspezifisch erklären.