Bauchdeckenstraffung

Für eine schlankere Figur

Ein flacher Bauch ist für viele Menschen unabdinglich für eine gute Figur. Bedingt durch Hautalterung, nach Schwangerschaften oder starkem Gewichtsverlust, können Haut und Bindegewebe allerdings erschlaffen und sich trotz Sport nicht mehr zurückbilden. Bei einer Bauchdeckenstraffung – oft in Kombination mit einer Liposuktion – können die überhängenden Hautpartien entfernt und gestrafft werden, sodass Sie sich wieder wohler in Ihrem Körper fühlen.

Fakten

Fachbegriff

Bauchdeckenplastik, Abdominoplastik

Ziel

Straffung von Haut und Bindegewebe am Bauch

Dauer

ca. 2 bis 4 Stunden

Narkose

Vollnarkose

Klinikaufenthalt

2 bis 7 Tage

Nachbehandlung

  • Entfernung der Drainagen nach 2 bis 4 Tagen
  • Fadenziehung nach 10 bis 21 Tagen
  • Thrombose-Prophylaxe in den ersten Tagen
  • Kompressionsbandage 6 bis 8 Wochen

Nach der Operation

  • Duschen nach 6 bis 8 Tagen (Verbandabnahme)
  • leichtes Übungsprogramm nach 2 bis 3 Wochen
  • Sport und leichte körperliche Arbeit (Heben schwerer Gegenstände) nach 6 bis 8 Wochen
  • Vollbäder nach 4 Wochen
  • Sonneneinstrahlung, Sauna- und Solarium-Besuche nach 6 Monaten

Schmerzen

mittel bis stark

Narben

sichtbare Narben

Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit

nach ca. 2 bis 4 Wochen

Haltbarkeit

dauerhaft bei gesunder Lebensweise

Endgültiges OP-Ergbenis sichtbar

nach 3 bis 8 Monaten

Methoden

Eine Bauchdeckenstraffung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Je nach Art und Größe des Hautüberschusses bzw. des Fettüberschusses sind verschiedene Schnittführungen und Methoden möglich.

Horizontaler Schnitt über dem Schamhügel

Bei geringem Hautüberschuss in der Bauchmitte oder im unteren Abdomen-Bereich wird die sogenannte „kleine Bauchdeckenstraffung“ vorgenommen. Bei dieser Methode erfolgt der Schnitt waagerecht an der Obergrenze der Schambehaarung. Hierbei wird das Gewebe zwischen der Schnittlinie und dem Nabel ellipsenförmig entfernt und die verbleibende Haut gestrafft. Der Bauchnabel wird hierbei weder umschnitten noch versetzt. Falls nötig erfolgt eine Korrektur der Muskeln im Unterbauchbereich.

Bogenförmiger Schnitt von Beckenkamm zu Beckenkamm

Ist der Hautüberschuss grösser, wird oberhalb der Schamhaargrenze ein W-förmiger Schnitt vorgenommen, der entlang der Bikini-Linie bis zur Höhe der Beckenknochen verläuft. Um den Bauchnabel herum wird ein weiterer Einschnitt gemacht, um die Haut vom Nabel abzulösen. Um die Haut zu straffen, wird diese häufig bis zu den unteren Rippenbögen gelöst und nach unten gezogen. Überschüssige Haut und das darunterliegende Fettgewebe werden entfernt. Dann wird für den Bauchnabel eine neue Öffnung gebildet, wo dieser fixiert wird. Bei Bedarf werden gleichzeitig die Bauchmuskeln gestrafft, etwaige Narben eines Kaiserschnitts entfernt oder kleine seitliche Fettdepots abgesaugt. Auch ein Leistenbruch kann im Rahmen dieser OP genäht werden.

Werden zusätzlich zum Bauch auch Gesäß und Hüften gestrafft, spricht man vom Bodylifting.

Mit zusätzlich senkrechter Schnittführung (umgekehrtes T)

Ist der Haut- bzw. Fettüberschuss besonders groß, muss die waagerechte Schnittführung durch einen senkrechten Schnitt erweitert werden, um ein Ergebnis ohne Falten zu ermöglichen. Der Narbenverlauf entspricht in diesem Fall einer Art Anker. Auch bei dieser Schnittführung wird der Nabel meist ausgeschnitten und weiter oben wieder eingenäht.

Hinweise

Risiken

In seltenen Fällen treten größere Blutungen während der Operation auf. Gefühlsstörungen im Bereich der Narben normalisieren sich in der Regel nach einigen Wochen. Ein Taubheitsgefühl der Haut im Bereich der Narben kann jedoch dauerhaft bleiben. Infektionen und Entzündungen des Unterhautgewebes können auftreten. Durchblutungsstörungen, Asymmetrien, sowie selbstverständlich generelle OP-Komplikationen sind nicht auszuschließen.

Überblick der Risiken

  • Durchblutungsstörungen im Bereich des Bauchnabels und der Bauchhaut
  • unbefriedigendes Ergebnis (Narbenbildung, Dellen, Asymmetrien)

Nebenwirkungen

In den ersten Wochen nach der Operation werden Sie ein Spannungsgefühl, ähnlich einem starken Muskelkater verspüren. Die Wundschmerzen lassen innerhalb weniger Tage nach. Schwellungen und Blutergüsse klingen nach ca. 2–4 Wochen langsam ab. Im Bereich der Wunde können Sensibilitätsstörungen mit Taubheitsgefühl vorkommen. Diese bilden sich im Normalfall innerhalb weniger Monate fast vollständig wieder zurück. Wie bei jedem Eingriff gelten die allgemeinen Operationsrisiken.

Überblick der Nebenwirkungen

  • Nachblutungen
  • Blutergüsse
  • Schwellungen
  • Taubheitsgefühl der Bauchhaut
  • Spannungsgefühl
  • Sensibilitätsstörungen (Wunden)

Diese Informationen beinhalten medizinisches Grundlagenwissen. Sie dienen der Vorbereitung auf das Arztgespräch, ersetzen jedoch in keiner Weise das individuelle Aufklärungsgespräch durch den behandelnden Mediziner. Lassen Sie sich Methode, sowie Risiken und Nebenwirkungen genau und fallspezifisch erklären.