Augenlidstraffung

Entfernung von Tränensäcken/ Schlupflidern

Rund um die Augen ist die Haut besonders dünn und fein. Daher zeigen sich die natürlichen Alterungsprozesse hier früher und auffälliger als an anderen Körperstellen: Die Haut verliert an Spannkraft und erschlafft, Fältchen werden sichtbar, die Lider sinken ab. Schlupflider und Tränensäcke verleihen Betroffenen einen müden oder mürrischen Blick. Eine Augenlidstraffung kann ihnen zu einem jüngeren, frischeren Aussehen verhelfen.
Bei diesem kleinen plastisch-chirurgischen Eingriff entfernt der Operateur überschüssige Haut und manchmal auch Fett- und Muskelgewebe. Wenn erschlaffte Lider die Folge abgesunkener Augenbrauen sind, ist eine zusätzliche Korrektur in Form eines Stirn- & Brauenlifts empfehlenswert.

Fakten

Fachbegriff

Lidplastik oder Blepharoplastik

Ziel

Entfernung von Tränensäcken/Schlupflidern

Dauer

1 bis 2 Stunden

Narkose

Lokalanästhesie, ggf. Dämmerschlaf, selten Vollnarkose

Klinikaufenthalt

ambulant (ohne Übernachtung)

Nachbehandlung

  • Fadenentfernung nach 4 bis 6 Tagen
  • 1 bis 3 Wundheilkontrollen

Nach der Operation

  • Duschen am Tag nach der Operation mit Ausschluss der Augenregion
  • intensive Sonnenbestrahlung, Solarium- und Sauna-Besuche nach 2 bis 3 Monaten
  • Tragen einer dunklen Sonnenbrille, Make-up, Cremes und Salben nach 1 Woche
  • Fernsehen und Computer-Arbeit nach 1 Woche
  • Tragen von Kontaktlisten nach 1 bis 3 Wochen

Schmerzen

gering

Narben

kaum sichtbare Narben

Gesellschafts- und Arbeitsfähigkeit

nach 7 bis 14 Tagen

Haltbarkeit

5 bis 15 Jahre

Endgültiges OP-Ergbenis sichtbar

nach zwei Monaten

Methoden

Der Schnitt verläuft entlang der oberen natürlichen Lidfalte. Dabei werden die überschüssige Haut und das hervortretende Fettgewebe entfernt. Falls nötig, muss zusätzlich das erschlaffte Muskelgewebe gestrafft bzw. entfernt und Fettpolster umgelagert werden.

Falls lediglich die vorstehenden Fettpolster die Tränensäcke bilden, reicht ein Schnitt exakt entlang des unteren Wimpernrands. Falls der Operateur zusätzlich überschüssige Haut, Fett- und Muskelgewebe entfernen muss, wird der Schnitt parallel zur Lidkante geführt. Teilweise wird er in die seitlichen Augenfalten hinaus verlängert und in Form eines Halbbogens entlang des Tränensackes fortgesetzt.

Bei dieser Methode wird der Schnitt innerhalb des Unterlides gelegt, sodass nach der Operation keine Narbe zu sehen ist. Diese Methode wird angewandt, um ausgeprägte Tränensäcke zu glätten. Überschüssige Haut kann hierbei nicht entfernt werden. Dieses Vorgehen wird daher in der Regel bei jüngeren Patienten mit dickerer und elastischerer Haut gewählt.

Hinweise

Risiken

Bei einer Augenlidstraffung kann man durch sorgfältige Planung mögliche Risiken stark minimieren. Allerdings lassen sie sich nicht ganz ausschließen. Wird zu viel Haut entfernt, kann die Schließfunktion des Auges beeinträchtigt werden oder ein Ektropium, ein sogenanntes „Triefauge“ entstehen. Das Unterlid liegt in diesem Fall nicht mehr am Augapfel an, teilweise mit der unangenehmen Folge eines permanenten Trockenheitsgefühls. Wird zu viel Fettgewebe der Tränensäcke entfernt, kann das sogenannte „Hohlauge“ entstehen (Einsinken des Unterlides). Bei Verletzung des Lidhebermuskels, ist ein „Hängelid“ (Lidptosis) die Folge. Das Lid kann in diesem Fall nicht mehr vollständig nach oben gezogen werden.

Bei der Arbeit mit einem Laser sind Hautverbrennungen und bleibende Hautschäden mögliche Risiken. Sehr selten kommt es zu einer Verletzung der Lidhaarwurzeln. Bei nicht optimaler Schnittführung können auffällige Narben sichtbar bleiben. Trotz aller Sorgfalt kann die Hornhaut während des Eingriffs verletzt werden. Nicht ausgeschlossen sind natürlich auch allgemeine Narkose- und Operationsrisiken.

Risiken im Überblick
Oberlid

  • unbefriedigendes Ergebnis (Nachkorrektur)
  • beeinträchtigte Augenschließfunktion (Hauttransplantation)
  • Hängelid bei Verletzung des Lidhebermuskels (Lidptosis)

Unterlid

  • Triefauge (Ektropium)
  • ein unbefriedigendes (ästhetisches) Ergebnis (Nachkorrektur))

Nebenwirkungen

Auch bei einer gut verlaufenen Augenlidstraffung kommt es manchmal zu Schwellungen, Blutergüssen und einem Spannungsgefühl der Lider. Ebenso sind Reizungen der Binde- und Hornhaut möglich, in seltenen Fällen auch unscharfes Sehen, Doppelbilder oder eine Lichtempfindlichkeit. Diese Symptome klingen nach ein paar Tagen aber wieder ab.

Lassen Sie sich Operationsmethoden, sowie Risiken und Nebenwirkungen persönlich und fallspezifisch erklären bei einem Beratungsgespräch mit Ihrem Plastischen Chirurgen.