Faltenunterspritzung

FALTENUNTERSPRITZENÜbersicht Schönheits-OPs

URSACHEN & MÖGLICHKEITEN ZUR BEHEBUNG

Ab Mitte Zwanzig entstehen überall auf unserem Körper Falten. Leider zeigt sich dieser Alterungsprozess am deutlichsten im Gesicht. Denn durch den schleichenden Abbau von Kollagen, Elastin, Proteinen und feuchtigkeitsspendenden Substanzen wie Hyaluronsäure, verliert vor allem die feine Haut schnell an Spannung und Elastizität. Allen Cremes und sonstigen Vorbeugungsmaßnahmen zum Trotz, lässt sich die Faltenbildung nur verzögern – aber niemals aufhalten. Das Alter, die Gefühlslage und der Lebensstil hinterlassen ihre charakterisierenden Spuren im Gesicht. Allein die tägliche Mimik verursacht und vertieft Falten. Patientinnen und Patienten, die sich einer Faltenbehandlung unterziehen, stören sich an auffälligen Einzelfalten oder an vielen kleinen Fältchen, die über das ganze Gesicht verteilt sind. Ein häufig genannter Entscheidungsgrund für eine Behandlung ist ein altes, müdes und mürrisch aussehendes Spiegelbild.

Methode

  • FALTENUNTERSPRITZEN: Einstichpunkte: rotes x Botulinumtoxi, gelber Kreis Fillers
    Einstichpunkte: rotes x für Botulinumtoxin, gelber Kreis für Fillers

Auf dem Markt werden Dutzende „Entfaltungsmöglichkeiten“ angeboten, bei denen unterschiedlichste Füllmaterialien (Fillers) eingesetzt werden. Diese Fillers werden direkt unter die Falten gespritzt und geben dem Gewebe dadurch die stützende und glättende Wirkung zurück.

Bewährt haben sich die folgenden Methoden:

  • Faltenunterspritzung mit Botulinumtoxin
  • Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure
  • Faltenunterspritzung mit Eigenfett (Lipofilling)

Sollten nicht verwendet werden:

  • Nicht abbaubare (resorbierbare) Substanzen

FALTENUNTERSPRITZEN MIT HYALURONSÄURE

Hyaluronsäure ist eine feuchtigkeitsbindende Zuckerverbindung, die im menschlichen Körper die Kollagenbildung anregt und der Haut ihre Elastizität verleiht. Die Säure ist daher auch ein beliebter Inhaltsstoff von Hautcremen. Heute ist die „quervernetzte Hyaluronsäure“, der am meisten verwendete Filler. Diese Säure hat sogar in der Häufigkeit der Anwendung das Kollagen überholt. Hauptgrund ist ihre gute Verträglichkeit. Ein Allergietest ist nicht notwendig. Und die Resultate sind qualitativ durchaus vergleichbar.

BEHANDLUNGSVERLAUF

Es gibt verschiedene Hyaluronsäuren, die mehr oder weniger vernetzt sind und sich für tiefe und oberflächliche Injektionen unterschiedlich eignen. Im Gegensatz zu der „quervernetzten“ Variante, verteilt sich die „unvernetzte Hyaluronsäure“ grossflächiger unter den Hautstellen, die mit vielen kleinen Fältchen (Knitterfältchen) durchzogen sind. Anwendungszonen sind das Dekolleté, die Wangen, der Hals und teilweise der Lippenbereich. Entscheidend für eine gute Behandlung ist die richtige Dosierung und die zielgenaue Platzierung der Injektion unter und entlang der Faltenzonen. Vor der Einspritzung wird der entsprechende Bereich mit Kompressen gekühlt. Die Behandlung selbst bereitet neben dem Einstichpieksen keine Schmerzen. Die Verjüngungsbehandlung wird oft in Kombination mit Botulinumtoxin durchgeführt. Nach der Einspritzung sollte bis am kommenden Tag auf Sport, Sonne und Sauna verzichtet werden.

FALTENUNTERSPRITZEN MIT EIGENFETT (LIPOFILLING)

Bei dieser Methode wird körpereigenes Fett verwendet, das ähnlich wie bei einer Absaugung (Liposuktion) in Lokalanästhesie gewonnen wird. (siehe unter „Fettabsaugung).

BEHANDLUNGSVERLAUF

Das Fett wird bei einer Liposuktion aus den Problemzonen abgesaugt, aufbereitet und in die entsprechende Gesichtspartie eingespritzt. Die Unterspritzung muss nach einigen Wochen ein bis zweimal wiederholt werden, um das gewünschte Resultat zu erzielen. Nach der Einspritzung sollte zu starke Mimik vermieden werden, damit sich das Fett nicht verlagert. Schwellungen und blaue Flecken klingen nach vier bis fünf Tagen wieder ab. Auf Sonne und Sport sollte mindestens drei Wochen verzichtet werden. Nachteil dieser Methode: Im Vergleich zu anderen Unterspritzungen ist der Aufwand dieser Faltenbehandlung bedeutend größer und hinterlässt Spuren, die einige Tage anhalten können und das Endergebnis ist nur schwer abzuschätzen.

FALTENUNTERSPRITZEN MIT POLYMILCHSÄURE

Ein relativer Newcomer unter den resorbierbaren Füllmaterialien ist die synthetisch hergestellte Milchsäure. Weil von Natur aus in jedem Körper Milchsäure enthalten ist, treten in der Regel keine allergischen Reaktionen auf. Diese Flüssigkeit hat den weiteren Vorteil, dass sie sich im Körper gut verteilt und dementsprechend nicht nur für tiefe Falten sondern auch auf für Konturenbildungen gut geeignet ist.

BEHANDLUNGSVERLAUF

Die Polymilchsäure wird zusammen mit einem lokalen Betäubungsmittel entlang der Falte unter die Hautoberfläche gespritzt. Der Arzt kühlt die Haut vor dem Einstich mit einer Kompresse. Schon nach der ersten Einspritzung tritt eine Glättung ein, die jedoch durch den Abbau des Wasseranteils in der Säure wieder vermindert wird. Damit das gewünschte Resultat erreicht werden kann, sind mindestens drei Sessionen nötig.

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