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Tattoo und Piercing – Wenn Körperschmuck Probleme bereitet

Hautsache: Tattoo und Piercing – Wenn Körperschmuck Probleme bereitet
©blowbackphoto | iStockphoto

Ein Tattoo ist schnell gestochen – es wieder entfernen zu lassen dagegen oft kompliziert. Völlige Narbenfreiheit können selbst Laser und Infrarot nicht garantieren. Generell gilt: Der Erfolg einer Tattooentfernung hängt wesentlich von der Pflege der Haut nach der Behandlung ab. Um Narbenbildungen zu vermeiden, sollten entzündungshemmende Salben aufgetragen und die weitere Nachbehandlung mit dem Arzt genau besprochen werden.


Methoden zur Tattooentfernung

  • Chirurgische Eingriffe sind die sicherste Methode, ein Tattoo zu entfernen. Da bei grossen Tätowierungen mehrere Operationen und gegebenenfalls auch Hauttransplantationen nötig sind, sollte diese „Enttätowierung“ ausschliesslich ein Spezialist (Dermatologe oder Gesichtschirurg) vornehmen.
  • Auch die Dermabrasion ist ein geeignetes Verfahren zur Entfernung einer Körperzeichnung. Hierbei werden die gefärbten Hautschichten vorsichtig mit Schleifkörpern oder Sandpapier abgetragen. Nachteil: Die gefärbten Hautpartikel können sogenannte Schmutztätowierungen hinterlassen.
  • Chemische Methode: Hierbei wird eine Standardlösung aus Salpetersäure und Aceton auf die betreffenden Hautstellen aufgetragen, um die gefärbten Hautzellen gezielt absterben zu lassen. Tote Hautzellen werden vom Körper abgestossen, sobald sich darunter neue Hautschichten gebildet haben. Vorteil: Die Lösung kann der jeweiligen Hautqualität angepasst werden, dadurch lässt sich die Tiefenwirkung optimal steuern.
  • Physikalische Methoden: Auch Verfahren mit Infrarot, Elektrolyse, Hitze oder Kälte sorgen für ein Absterben der oberen Hautschichten und eine Zellerneuerung.
  • Kohlendioxid-Laser: Mit Lasertechnik kann die Haut ebenfalls ohne grosse Hautschädigungen denaturiert werden. Nachteil: Ist das Tattoo mehrfarbig, müssen meist verschiedene Laser zum Einsatz kommen. Zudem entstehen beim Lasern der Farbpigmente Spaltprodukte, die Allergien hervorrufen können.

 

Piercing – Körperschmuck mit Kultstatus

Egal ob Bauchnabel, Augenbraue oder Lippe: Piercings liegen zweifellos im Trend. Dabei sind die gesundheitlichen Risiken dieses „Lifestyle-Eingriffs“ nicht zu unterschätzen. Neben Infektionen mit Bakterien oder Pilzen drohen lokale Entzündungen an der Einstichstelle oder allergische Reaktionen. Besonders bei Zungenschmuck ist die Entzündungsgefahr hoch. Auch lang anhaltende Gefühlsstörungen oder Nervenschädigungen im Bereich des Piercings treten häufiger als angenommen auf. Aktuelle Statistiken belegen, dass jeder 10. Piercingkunde aufgrund medizinischer Komplikationen einen Arzt konsultieren muss. Bereitet ein Piercing Probleme, treten in der Regel folgende Symptome auf: Schwellung, Rötung, Juckreiz, Druckschmerz, Spontanschmerz ohne äusseren Auslöser und Blutungen. Der Gang zum Arzt ist dann unumgänglich. Eine Behandlung mit Antibiotika, Antiseptika oder synthetischen Antiallergika wird in der Regel zum Abklingen der Symptome führen. Bei wiederholt auftretenden Schwierigkeiten im Piercing-Bereich oder einer sehr langen Einheilungszeit ist die Entfernung des Schmucksteins oft die beste Lösung. Wer auf der sicheren Seite stehen möchte, sollte sich also vor dem Eingriff fachkundig über die möglichen Risiken aufklären lassen – und gegebenenfalls auf den Körperschmuck verzichten.

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