Hautverjüngung durch das "Chemische Peeling"
Das Chemische Peeling ist sicherlich die wirksamste, aber auch die unangenehmste Methode. In der Regel wird mit der aggressiven Trichloressigsäure gearbeitet. Die Idee ist einfach. Die Säure greift die Haut an und signalisiert dem Körper, dass Abwehrmaßnahmen nötig sind. Was wiederum die Haut anregt, neues Kollagen zu bilden. Dieses erhöht die Fähigkeit der Haut, Wasser zu speichern. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass diese straffer und elastischer wird.
Die Tiefe der Hautschälung wird je nach Hauttyp zusammen mit dem Arzt bestimmt. Das mittlere Tiefenpeeling reduziert die Knitterfältchen merklich und hinterlässt allenfalls kleine Narben. Mit dem Tiefenpeeling wird ein Lifting- bzw. Straffungseffekt erzielt, bei dem die Haut an Elastizität gewinnt. Mit zunehmender Behandlungstiefe steigt die Säurekonzentration und das Risiko.
Die Anwendung im Überblick:
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Welche Falten:
Grossflächige Knitterfältchen
Gebräuchliche Marken:
Blue-Peel
Angewendetes Präparat:
Trichloressigsäure (TCA)
Dauer:
30 – 60 Minuten je nach Faltentiefe
Betäubung:
Keine, evt. lokale
Schmerzen:
Mittel
Narben:
Keine
Gesellschafts- fähigkeit:
Nach 1 – 2 Wochen
Haltbarkeit:
1 – 5 Jahre (je nach Tiefe der Behandlung)
Risiken:
Mittel
Fertiges OP-Ergebnis:
Nach 2 bis 3 Monaten
Hinweis:
Eingriff auf die kälteren Jahreszeiten planen
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Behandlungsverlauf
Schon vier Wochen vor dem Peeling beginnt der Patient, seine Haut mit Cremes und Gels zu behandeln, die vom Arzt empfohlen werden. Am Tag des Peelings reinigt der Arzt die Haut gründlich und entfernt mit einer Speziallösung die oberen Hautschuppen. Bevor der Arzt die Trichloressigsäure mit einem Schwamm oder Pinsel aufträgt, wird die behandelte Zone mit einer Lokalanästhesie betäubt. Bei der tieferen Behandlung wird der Patient wegen der grossen Schmerzen in den Dämmerschlaf versetzt. Die Substanz dringt nach dem vorsichtigen Auftragen sofort in die Haut ein und beginnt, die Hautschichten abzubauen. Je nach Konzentration der Flüssigkeit, nach der Anzahl der Wiederholungen und nach Dauer der Einwirkung entsteht die grössere Tiefenwirkung. Abschliessend neutralisiert der Arzt die verbleibenden Säurereste auf der Haut.
Nebenwirkungen
Nach der Behandlung verfärbt sich die Haut rot. In den kommenden drei Tagen stirbt die Haut langsam ab und bildet einen unschönen braunen Schorf. Die abgestorbene Haut blättert dann nach und nach ab. In dieser Zeit gleicht die gesamte Gesichtshaut einer offenen, schmerzhaften Wunde. Die Haut spannt, brennt und sondert teilweise wässrige Flüssigkeit aus. Aus diesem Grund sollte der Patient die Heilungsphase auf die kühleren Jahreszeiten verlegen.
Risiken
Die Risiken dieser Methode sind nicht zu unterschätzen und können lediglich durch einen routinierten Arzt begrenzt werden. Wenn das Peeling zu stark dosiert oder zu spät neutralisiert wird, können Narben und unschöne Flecken zurückbleiben.
