Sommer, Sonne, Sonnenschein
- 30.06.2010/
Endlich ist es wieder Sommer! Wir von ACREDIS wollen mit unseren Magazin-Ideen dafür sorgen, dass diese warme Jahreszeit für Sie noch luftiger wird – zum Beispiel mit unseren Tipps für Beauty-Food. Lassen Sie sich inspirieren!
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OHNE SILIKON UND SKALPELL:
BRUSTVERGRÖSSERUNG MIT STAMMZELLEN
Kunstbusen adé?
Ein neuartiges Verfahren soll die Brust auf natür-liche Weise vergrössern – durch injizierte Stammzellen aus entnommenem Eigenfett. Noch scheint diese Methode aber Zukunftsmusik zu sein: Bislang bietet erst ein Schönheitschirurg in Europa diese Therapie an. Der Trend zur Natürlichkeit ist mittlerweile auch in der Plastischen Chirurgie angekommen: Implantate sind out, „echte“ Brüste in. Japan hat auf diese Entwicklung am schnellsten reagiert und besagtes Verfahren zum cell assisted lipotransfer auf den Markt gebracht. Hierbei wird zunächst nach der klassischen Methode des Eigenfetttransfers von Bauch oder Po überschüssiges Fettgewebe abgesaugt und – nach einer speziellen Aufbereitung – zum Aufpolstern des Busens verwendet. Neu ist, dass aus einem Teil des entnommenen Materials Bindegewebsstammzellen herausgefiltert werden. Diese entnommenen Stammzellen werden anschliessend mit dem anderen Teil des abgesaugten Körperfetts vermengt und unter örtlicher Betäubung der Patientin in die Brust eingespritzt. Der japanische Professor und Pionier dieser Methode Kotaro Yoshimura hat – im Rahmen einer breit angelegten Studie – bereits mehreren hundert Frauen mit stammzellen-unterstütztem Fetttransfer zu einem grösseren Busen verholfen. Offensichtlich mit Erfolg: Auf Basis dieser Studie ist Yoshimuras Brusttherapie mittlerweile auch in der EU zugelassen. Noch bietet aber nur ein Institut in Europa das Stammzellen-Verfahren an: der Plastische Chirurg Dr. Karl-Georg Heinrich aus Wien. Die Vorteile dieses „natürlichen“ Brustaufbaus könnten aber bald andere Schönheitschirurgen überzeugen. Denn dass sich Eigenfett prinzipiell wesentlich besser der bestehenden Brustform anpasst als ein Kunststoffimplantat, ist bekannt. Bislang gab es jedoch einen gravierenden Nachteil: Durch das Zusammenwachsen des eingespritzten Fettgewebes mit dem umliegenden Brustgewebe ging häufig ein deutlicher Volumenverlust bzw. eine unschöne Formveränderung einher. In vielen Fällen wurde eine erneute Behandlung oder Korrektur notwendig. Die Stammzellen-Therapie soll nun genau dieses Problem beheben und die injizierten Fettzellen zu vermehrter Ausbildung anregen. Nach Aussage von DDr. Karl-Georg Heinrich kann mit einem dauerhaften Volumenzuwachs von bis zu zwei Körbchengrössen gerechnet werden. Ob der stammzellen-unterstützte Lipotransfer seinem Ruf als neue Wunder-Methode gerecht wird, zeigt wohl erst die Zukunft: Noch liegen den Wissenschaftlern keine Langzeitstudien vor. Eins scheint aber schon festzustehen: Für den schmalen Geldbeutel ist dieses labortechnisch komplexe Verfahren nicht geeignet.
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